Von der alten Berit-Klinik in Niederteufen stehen zurzeit fast nur noch die Mauern. Seit Februar wird das Gebäude komplett saniert und überall wird gehämmert und gebohrt. Nach dem ­Totalumbau soll die ehemalige Klinik als orthopädische Re­habilitations- und Kurklinik dienen. «In der Klinik in Teufen können sich Reha- und Kurpatienten aus der ganzen Schweiz behandeln lassen und die Reha-Patienten der Berit-Klinik in Speicher auch in den Genuss der neuen Infrastruktur kommen», sagt Direktor Peder Koch. «Uns ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept wichtig. Darum leben wir den Gedanken der ‹unité de doctrine› auf der ganzen Behandlungskette. Das ist schweizweit einmalig, weil wir den Leistungsauftrag Akut und Rehabilitation anbieten dürfen.»

 

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Direktor Peder Koch setzt auf Qualität in der gesamten Behandlungskette.

 

Grosse Investitionen und attraktive Arbeitsplätze

Peder Koch führt durch die Baustelle. Derzeit sind die Handwerker vor allem mit Abbrucharbeiten und den elektrischen Installationen beschäftigt. «Bei den Elektroanlagen haben die Normen stark geändert und alles muss ersetzt werden», erklärt er. «Aufgrund der strengeren Vorschriften müssen wir beispielsweise auch in die Erdbebensicherheit investieren.» Im Erdgeschoss befinden sich die neue Eingangshalle und das Restaurant. Es verfügt über einen Garten mit unverbaubarer Aussicht und wird auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Auch die Küche werde komplett neu gebaut, so Koch. «Sie ist der Traum jedes Küchenchefs.» Im unteren Stockwerk, wo sich früher die Operationssäle befanden, kommt die Physiotherapie zu liegen. «Das ist der wichtigste Bereich für die Rehabilitation», sagt Peder Koch. Eine Tür führt direkt in den Garten. Dort gibt es einen Parcours mit verschiedenen Untergründen, wo die Patienten das Gehen üben können. Im untersten Stockwerk befindet sich das Therapiebad, das vollständig erneuert wird und für die Rehabilitation sehr wertvoll ist. Die beiden Bettenstationen im ersten und zweiten Stockwerk werden ebenfalls komplett neu gestaltet. Sie verfügen je nach Belegung über 38 Betten, die in Ein- und Zweibettzimmer aufgeteilt sind.

 

«Ich rechne damit, dass die Eröffnung gegen Ende Jahr/Anfang nächsten Jahres erfolgen soll.»
Peder Koch, CEO Berit-Klinik Speicher

 

Die Nasszellen werden derzeit herausgerissen und erneuert. Jedes Zimmer verfügt über einen Sonnenbalkon. Trotz des hochwertigen Ausbaus steht die Klinik allen Versicherten in der ganzen Schweiz offen. Das stationäre Angebot richtet sich mehrheitlich an Patienten, die nach grossen Rückenoperationen oder nach dem Einsetzen von Hüft- oder Knieprothesen Nachbetreuung brauchen. Das ambulante Angebot hingegen ist auch auf sportliche Patienten ausgerichtet. Im Sommer werde anhand des Stands der Bauarbeiten der Zeitpunkt der Eröffnung definiert. «Ich rechne damit, dass diese gegen Ende Jahr/Anfang nächsten Jahres erfolgen soll», sagt Peder Koch. Für den Betrieb werden über 40 neue Mitarbeiter im Bereich Physiotherapie, Pflege, Hausdienst und Restauration gesucht. «Einen Grossteil haben wir bereits gefunden.» Die Berit-Klinik sei ein attraktiver Arbeitgeber, so Koch. «Es gibt bei uns seit August 2016 praktisch keine Personalfluktuation.» Die Berit- Klinik habe in den letzten Jahren etwas Einmaliges realisiert», so Koch. «Das hat sich auch in den Zahlen ausgewirkt: In den ersten zwölf Monaten in Speicher hat die Berit-Klinik über 6000 Patienten operiert und über 10 000 Patienten in der Sprechstunde behandelt.

 

Nach der Eröffnung der orthopädischen Rehabilitations- und Kurklinik ist aber kein Stillstand angesagt. «Man kann immer noch etwas besser machen, insbesondere im sehr anspruchsvollen Umfeld des Gesundheitswesens», so Koch.

 

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