Direktor Peder Koch strahlt, als er uns das Konzept vorstellt: Mit der neuen Nutzung entsteht sowohl für die Berit Paracelsus-Klinik und ihre Patienten wie auch für die Gemeinde und die Nachbarschaft eine Win-Win-Situation. Die Patienten erhalten die Möglichkeit, sich an ruhiger Lage mit Blick auf den Alpstein von den Operationen zu erholen und Teufen er­hält 30 – 40 neue Arbeitsplätze.

Das Quartier, das zuletzt infolge des ra­santen Anstiegs der Patientenzahlen unter den Verkehrs- und Parkierungsimmissionen litt, kann aufatmen: Die Betreuung der vor­wiegend älteren Reha-Patienten generiert wenig Verkehr – etwa in der Grössenordnung eines Altersheims, so Peder Koch – und das auch energetisch sanierte Haus erfüllt höchs­te ästhetische Anforderungen bei gleichem Gebäudevolumen. Die Nachbarn an der Steinwichslenstrasse wurden gestern informiert, das Personal in Speicher heute vormittag.

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Einladend: Der neue, ebenerdige Eingangsbereich…

 

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… und auf der Südseite ein Gartenrestaurant, Balkone mit Panoramablick auf den Alpstein. Visualisierungen.

 

Alles 1:1 wie in Speicher – ausser der Aussicht

Die Visualisierungen zeigen: Die Patienten sollen sich nach ihrer Verlegung vom mo­dernen Akutspital auch hier wohlfühlen.

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Das neue Restaurant.

 

Das Ambiente im Haus ist identisch wie in Speicher: Ein grosszügiger, heller Eingangs­bereich mit Empfang, freundliche Patienten­zimmer, modernste Einrichtungen für die Physiotherapie, ein erneuertes Therapiebad und ein Restaurant mit Garten.

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Der Empfang.

 

Von der Infrastruktur über die Innenein­richtung bis zu den Möbeln ist alles in den gleichen Materialien wie in Speicher gehal­ten, so dass die Patienten keine Angewöhnungsphase brauchen. Auch die Philosophie, die hohen Patientenstandards und das Qua­litätsmanagement sind identisch.

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Eines der 38 Patientenzimmer.

 

Was sich ändert, ist einzig der Ausblick: Statt auf den Bodensee geniessen sie von ihren Betten ei­nen Panoramablick auf den Alpstein. Jedes Zimmer verfügt über einen eigenen, grosszü­gig bemessenen Balkon.

«Für die Berit Paracelsus-Klinik ist es eigentlich die Rückkehr zum ursprünglichen Zustand: Dr. Otto Bernhardsgrütter hat die Klinik 1977 als Rehabilitations- und Kurhaus gegründet», sagt Peder Koch. In den letzten Tagen wurden Behörden und Nachbarn informiert, der Di­rektor ist zuversichtlich, dass das Baugesuch zügig behandelt wird, ist der Betrieb doch zo­nenkonform. Wenn alles gut läuft, soll 2017 der Betrieb aufgenommen werden – just zum 40-jährigen Bestehen der Berit Klinik.

«Ende gut, alles gut»

Dass nun für den alten Standort eine für alle Beteiligten sinnvolle neue Lösung gefunden wurde, stimmt Peder Koch froh. Ursprünglich schwebte den Betreibern vor, das Gebäude der Gemeinde als Seniorenresidenz anzubie­ten.

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Die neue Physiotherapie.

 

«Nun sind wir gottefroh, dass wir nicht verkauft haben», sagt Peder Koch. Die Pati­entenzahlen in Speicher hätten sich über Er­warten gut entwickelt; so mussten teilweise Patienten für die Rehabilitation an andere In­stitutionen überwiesen werden. Nun können sie in der eigenen Rehabilitationsabteilung in Teufen betreut werden.

Eine gute Auslastung sei von Anfang an durch Patienten, die in der Berit Paracelsus-Klinik in Speicher operiert werden, gewährleistet. Gleichzeitig könnten Anfragen von Kliniken über die Kantonsgrenze hinaus, welche Pati­enten für die Rehabilitation in die Berit Paracelsus-Klinik einweisen wollten, positiv beantwortet wer­den. Nebenbei: Die Container werden laut Peder Koch unabhängig von diesem Projekt bereits nach den Herbstferien rückgebaut.

 

Die Berit Paracelsus-Klinik in Teufen auf einen Blick

38 Patientenzimmer, Physiotherapie, Therapie­bad, Restaurant und Garten. 30 – 40 neue Arbeits­plätze in den Bereichen Pflege, Therapie und Hotellerie/ Restaurant und Unterhalt/ Infrastruktur. Baubeginn: nach Vorliegen der Baubewilligung, ca. Ende 2016. Bezug Herbst 2017. Investitions­volumen: rund 5 Mio. Franken.

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