Im Altbau sind mittlerweile die Räumungsarbeiten weitgehend abgeschlossen – ein grosser Teil des Inventars wurde verschenkt. Nun beginnt der Abbruch von Böden und Zwischenwänden, und die Umbauarbeiten werden ausgeschrieben, wobei wie in Speicher vorwiegend Firmen aus der Region zum Handkuss kommen werden.

 

Enorme Steigerung

Genau vor einem Jahr, am 1. März 2016, nahm die orthopädische Klinik im Neubau in Speicher ihren Betrieb auf. Im Herbst wurde die Klinik Bellavista angegliedert, so dass nun insgesamt sechs Operationssäle und drei Bettenstationen zur Verfügung stehen.

Bereits nach kurzer Zeit wurden Belegungen von 100 und mehr Prozent erreicht. Über 100 Prozent Belegung sind möglich, wenn sich Aus- und Eintretende quasi die Türklinke in die Hand geben, so dass die Betten an gewissen Tagen doppelt belegt werden können.

Die Reha-Abteilung in Niederteufen ist darum eine optimale Ergänzung. Zurzeit müssen einzelne Patienten externen Kurstätten zugewiesen werden. Direktor Peder Koch ist deshalb froh, dass das Bewilligungsverfahren bei der Gemeinde und beim Kanton so reibungslos über die Bühne ging. Er habe von allen Seiten nur positive Feedbacks erhalten für das Projekt, dessen Realisierung aktuell im Zeitplan liege.

 

Das leerstehende Gebäude ist geräumt, jetzt geht der Umbau los.

 

Die gleiche Philosophie wie in Speicher

Bald anlaufen werde auch die Rekrutierung des Personals. 40 Arbeitsplätze sind neu zu besetzen. Die Mitarbeitenden werden in Speicher auf ihre Aufgabe vorbereitet, damit sichergestellt ist, dass an beiden Orten die gleiche «unité de doctrine» herrsche und die Behandlungskette auf höchster qualitativer Ebene auch in der Rehabilitation in Teufen fortgeführt werden kann.

 

Auch Teufen profitiert

Teufen darf sich in verschiedener Hinsicht einen Mehrwert versprechen. Die Gemeinde erhält neue Arbeitsplätze, und das Quartier einen ruhigen Klinikbetrieb, angereichert durch ein öffentliches Restaurant mit grosszügigem Gartenbereich. Und das moderne Therapiebad wird auch der Schule Teufen sowie Gruppen zeitweise zur Verfügung stehen.

Um die Auslastung macht sich Peder Koch keine Sorgen. Einerseits ist dafür mit eigenen Patienten gesorgt, anderseits hat er schon verschiedene Anfragen von anderen Kliniken erhalten, die ihre Patienten gerne in der Nähe zur Reha oder Kur schicken würden.

 

Die aktuellen Jahreskennzahlen sind:

  • 245 Mitarbeitende
  • 57 Ärzte
  • 90 Stationäre Betten
  • 30 Tagesklinikbetten
  • 5’500 Stationäre Patienten
  • 12’300 Ambulante Patienten

 

Beitrag online lesen